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Biesdorf

Der Ortsteil Biesdorf

Biesdorf ist ein Ortsteil im Berliner Bezirk Marzahn-Hellersdorf, der mit Kaulsdorf und Mahlsdorf das größte Gebiet mit Ein- und Zweifamilienhäusern in Deutschland bildet.

Biesdorf wurde archäologischen Funden zu folge schon 1000. vor Christus dauerhaft besiedelt. Die erste offizielle Erwähnung war jedoch im Jahr 1375.
Mitte des 16. Jahrhunderts wurde Biesdorf dann zur Mutterkirche von Kaulsdorf, Mahlsdorf und Marzahn. Nach dem dreißigjährigen Krieg im 17. Jahrhundert war die Bevölkerung Biesdorfs stark dezimiert und Kurfürst Friedrich Wilhelm kaufte es in zwei Schritten auf.
1868 wurde das spätklassizistische Schloss Biesdorf errichtet. Die Turmvilla wurde für Hans-Hermann von Rüxleben erbaut. Dieser musste das Schloss jedoch 1884 auf Grund von finanziellen Nöten verkaufen, sodass es 1887 in den Besitz von Werner von Siemens geriet. Dessen Sohn ließ den Schlosspark auf 14 Hektar erweitern und vom Gartenarchitekten Albert Brodersen als Landschaftspark gestalten.

Das Dorf Biesdorf gehörte zu dieser Zeit schon zum Amtsbezirk Biesdorf und war zusammen mit dem Gut Teil des Landkreises Niederbarnim. Ende des 19. – Anfang des 20. Jahrhunderts wurde der Ortsteil immer stärker besiedelt, sodass Quartiere wie die Villen-Kolonie Biesdorf-Süd entstanden.
In den Jahren zwischen 1907 und 1909 baute die Firma Siemens-Schuckert in Biesdorf die erste drehbar gelagerte Luftschiffhalle der Welt. Im Jahr 1911 fand dort die erste Probefahrt des Siemens-Schuckert-Luftschiffes statt. 1920 Wurde Biesdorf dann Teil des Bezirkes Lichtenberg von Groß-Berlin. In dieser Zeit entstanden auch andere Siedlungen wie Neu-Biesdorf, Biesdorf-Nord, Kolonie Daheim und Biesenhorst. 1927 kaufte die Stadt Berlin Gut, Schloss und Park Biesdorf und machte die Anlage der Öffentlichkeit zugänglich. Das Schloss wurde von da an wurde das Schloss als Polizeidienststelle und Ortsamtsstelle genutzt.

Nach der Machtergreifung 1933 wurde das Schloss von der NSDAP genutzt. In Biesdorf wurde ein Zwangsarbeiterlager eingerichtet und zahlreiche Patienten wurden aus der Anstalt für Epileptische Wuhlgarten deportiert. Als die Rote Armee 1945 Biesdorf erreichte wurde die obere Etage des Schlosses vermutlich durch ein Kommando der dänischen Waffen-SS angezündet um Akten zu vernichten. Bis heute wurde sie nicht wieder aufgebaut. Nach dem Krieg gehörte Biesdorf zum sowjetischen Teil Berlins. 1977 Wurde das Schloss, das seit 1955 für gemeinnützige Zwecke genutzt wurde unter Denkmalschutz gestellt. 1979 wurde der Ortsteil dem Bezirk Marzahn zugeteilt, sodass es seit der Bezirksreform 2001 nun auch zum Bezirk Marzahn Hellersdorf gehört.

In den letzten Jahren wurden vor allem viele Ein- und Zweifamilienhäuser in Biesdorf errichtet.
Die größte Sehenswürdigkeit des Ortsteils ist das Schloss Biesdorf, welches seit es in den Besitz der Stadt Berlin gekommen ist ständig vernachlässigt wurde. Seit dem Jahr 2000 wird es von diversen Stiftungen und Projekten stetig saniert. Der nächste große Schritt soll im Jahr 2012 mit dem Wiederaufbau der zweiten Etage erfolgen.

Schloss und Parkbühne werden vielfach für kulturelle Veranstaltungen genutzt und der Schlosspark ist einer der schönsten Landschaftsparks im gesamten Bezirk. Auch der Wanderweg am Wuhletal und verschieden Naturschutzgebiete bieten genügend Raum zur Erholung im Grünen.
Zu besichtigen gibt es außerdem noch die Dorfkirche am alten Dorfanger und den Gutshof in Alt-Biesdorf. Auch der Friedhof mit beeindruckenden Grabstätten reicher Bauernfamilien aus den Anfängen des 20. Jahrhunderts ist einen Besuch wert. Als Standort für eine Ferienwohnung Berlin ist Biesdorf also optimal, denn auch der Rest Berlins ist über S- und U-Bahnsystem sowie Busverbindungen bestens angebunden.



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Foto: Schloss Biesdorf | fotos-berlin24.de

Das Schloss Biesdorf

Das Schloss Biesdorf, das sich im gleichnamigen Ortsteil von Berlin befindet, ist ein spätklassizistisches Villengebäude mit einem angeschlossenen Turm. Es wurde im Jahr 1868 auf einem ehemaligen Rittergut errichtet, das Hans-Hermann von Rüxleben gehörte.

Der Architekt war der königliche Baurat Heino Schmieden, der das Gebäude gemäß der späten Schinkelschule an den italienischen Baustil anlehnte und mit einem 4 Hektar großen Schlosspark umgab. Rüxleben, zu dessen Hochzeit das von seiner Schwiegermutter finanzierte Haus eingeweiht wurde, verspielte das Haus sowie den Gutshof und musste alles im Jahr 1887 verkaufen.

Nachdem sich auch der neue Käufer Baron Günther von Bültzingslöwen verkalkuliert hatte, gelangte das Anwesen in den Besitz der Familie von Siemens. Diese verkaufte das Anwesen im Jahr 1927 an die Stadt Berlin, wodurch das Gebäude den verschiedensten Zwecken diente und zusehends verfiel. Z
Am Ende des Krieges im Jahr 1945 war die Ortsgruppe der NSDAP in der Villa untergebracht, die das Gebäude in Brand steckten, als die Niederlage drohte. In der Folge wurde das Obergeschoss abgetragen und ein Behelfsdach eingezogen um das Schloss für die sowjetischen Besatzer nutzbar zu machen. Bis in das Jahr 2000 setzte sich der Verfall des Gebäudes fort. Auf Bitten von engagierten Anwohnern, die diese Entwicklung mit Sorge betrachteten, schritt Bundespräsident Johannes Rau ein, der der Schirmherr der Deutschen Stiftung Denkmalschutz ist. Diese nahm Kontakt mit der neu gegründeten Stiftung OST-WEST-BEGEGNUNGSSTÄTTE Schloss Biesdorf e.V. auf und schloss im Jahr 2002 einen Fördervertrag. Seitdem ist die Außenhülle des Gebäudes vollständig denkmalgerecht saniert worden.

Von der Stiftung ist geplant, auch das im Zweiten Weltkrieg zerstörte Obergeschoss in der Zukunft wieder zu errichten. Das Gebäude wird neben der Nutzung als Ost-West-Begegnungsstätte auch für den Tourismus und verschiedene Vereins- Aber auch Privat-Veranstaltungen verwendet. Insgesamt stellt es ein vielfältig genutztes Baudenkmal dar, dass einen Besuch wert ist.

Foto: Schloss Biesdorf | stadtentwicklung.berlin.de

 

Biesdorf Gastronomie

Eisblümchen
Oberfeldstraße 194, 12683 Berlin-Biesdorf/ Marzahn
Biesdorfer Eis und Speis mit Herz und Verstand. Von Eisspezialitäten über Kuchen bis hin zur Mittagskarte wird angeboten was das Herz begehrt.
http://www.eisbluemchen.de/
Restaurant Ringelnatz
Siegmarstrasse 10, 12683 Berlin
Das Ringelnatz ist ein Event-Restaurant der besonderen Art. Spitzenköche bereiten ihnen hier Gerichte wie Barberie-Entenbrust auf italienischen Gemüsen an einem Entenfond mit Orangen und Akazienhonig, dazu kleiner Kräuterknödel.
http://www.benno-ferch-weinrestaurant.de/index.html