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Die Schlosskirche Buch
Das Sowjetische Ehrenmal in Buch
Der Künstlerhof Buch
Der Bucher Forst
Buch
Der Ortsteil Buch
Der Ortsteil Buch ist im Norden des Berliner Bezirks Pankow gelegen. Der historische Ursprung liegt im Dorf Bredow, das an der Panke, einem Nebenfluss der Spree gelegen war. Im Jahr 1342 das erste Mal Urkundlich erwähnt diente es zunächst mehreren aufeinander folgenden Adelsgeschlechtern als Residenz. Die markantesten Veränderungen hinterließen die Besitzer ab dem 17. Jahrhundert. Nach Reichsfreiherr von Pölnitz sind heute noch einige Straßen benannt und Adam Otto von Viereck ließ 1731 bis 1736 die Barrockkirche errichten, das Landhaus zum Barockschloss umbauen und wenig später eine Orangerie errichten. 1881 wurde das Schloss erneut von der Familie Voss umgebaut.Ende des 19. Jahrhunderts wurde Buch durch die Stettiner Bahn an die Region Großberlin angeschlossen. 1898 wurde die Stadt Berlin Eigentümer des Gutes und ließ nach der Eingliederung des Ortsteils in den Bezirk Pankow 1929 die Krankenhausstadt Buch errichten. Die fünf Einrichtungen machten Buch zum modernsten Krankenhausstandort Europas. In unmittelbarer Nähe entstand das Kaiser Wilhelm-Institut für Hirnforschung, das nach dem Krieg zum medizinisch-biologischen Institut wurde und Bestandteil der Akademie der Wissenschaften der DDR war.
Auf dem Hobrechtsfelde entstand der damals modernste Teil der Berliner Abwasser- und Kanalisationsanlagen in Form von Sicker- und Rieselfeldern. In den 70er Jahren wurden die Flächen wieder renaturiert, da moderne Kläranlagen Einzug hielten. Die Schlossanlage zu Buch überlebte den zweiten Weltkrieg zwar weitestgehend unbeschadet, musste allerdings auf Grund mangelnder Instandhaltung in den folgenden Jahren abgerissen werden. Der Schlosspark mit seinen historischen Wegen und Wasserläufen ist allerdings noch weitestgehend erhalten. Die barocke Kirche ist mittlerweile Restauriert worden. Der Im zweiten Weltkrieg zerstörte Turm soll ebenfalls wieder errichtet werden. Die Kirche stellt das bedeutendste historische Bauwerk von Buch da.
Der Gutshof von Buch wurde noch bis 1964 landwirtschaftlich genutzt. Käthe Kollwitz war von dem Ensemble des Hofes so sehr beeindruckt das sie in einem Brief die Vorstellung darlegte aus ihm einen Künstlerhof zu schaffen. Einige engagierte Kunstliebhaber brachten die DDR Führung dazu dieses Vorhaben in den 80er Jahren in die Tat umzusetzen, so dass fortan 30 Künstler auf dem Anwesen arbeiteten. Heute ist das Gutshaus des Hofes saniert und die Scheunen und Ställe beherbergen gut ausgestattete Werkstätten und eine Schmiede. Außerdem sind der ehemalige Speicher, eine Galerie, der ehemalige Taubenturm und das Gesindehaus zu sehen.
Aus dem medizinisch-biologischen Forschungsinstitut ist heute der „Campus Berlin-Buch“ entstanden, der mit dem Max-Delbrück-Centrum für molekulare Medizin eine biomedizinische Großeinrichtung ist.
Viele der Gebäude in Buch sind gut erhalten und bilden eine einzigartige Landschaft aus Baudenkmälern. Alt-Buch bildet ein denkmalgeschütztes Ensemble des historischen Dorfkernes mit Gutshof, Dorfschule, Wohn und Wirtschaftshäusern. Auch die Gebäude der Hospitäler und die eigens errichtete Wohnsiedlung stehen unter Denkmalschutz. In Buch gibt es also vieles zu entdecken, bei einem Besuch aus einer Ferienwohnung Berlin.
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Foto: Schlosskirche Buch | deu.archinform.net
Die Schlosskirche Buch
Die Schlosskirche Buch befindet sich im gleichnamigen Ortsteil im Berliner Bezirk Pankow. Sie ist das letzte noch verbleibende Gebäude der Schlossanlage Buch und gleichzeitig das bedeutendste Bauwerk im Ortsteil. Sie wurde im Jahr 1736 nach den Plänen des Architekten Friedrich Wilhelm Diterichs errichtet, nachdem der Geheime Etats- und Kriegsminister Adam Otto von Viereck ihn dazu beauftragt hatte.
Das Bauwerk ist im Barock gestaltet worden und hat den Grundriss eines griechischen Kreuzes. In der Mitte, über der Vierung erhob sich zur damaligen Zeit eine Kuppel mit einem Turm. Die Fassaden des Gebäudes sind zu allen Seiten unterschiedlich gestaltet, was sich aus seiner Lage, zwischen Dorf, Schloss und Park, ergab.
Das Gebäude wurde im Zweiten Weltkrieg erheblich beschädigt. In den 1950er Jahren konnte nur eine behelfsmäßige Restaurierung vollzogen werden, bei der der Turm nicht rekonstruiert wurde. Erst von 1995 bis 2000 fand eine umfassende Restauration der Fassaden statt. Neben der Nutzung durch die Evangelische Kirchengemeinde Buch finden auch regelmäßig Konzerte in dem Gebäude statt. In der Zukunft wird beabsichtigt auch den Kirchturm wieder aufzubauen.
Foto: Schlosskirche Buch | schlosskirche-berlin-buch.de
Das Sowjetische Ehrenmal in Buch
Das Sowjetische Ehrenmal Buch befindet sich auf einem Teil des Schlossparks im Ortsteil Buch im Bezirk Berlin Pankow. Es wurde von der sowjetischen Militärveraltung zwischen 1947 und 1948 errichtet und soll an die Soldaten der Roten Armee erinnern, die bei dem Sturm auf Berlin im Jahr 1945 in der Gegend ihr Leben ließen. Das Monument ist im frühklassizistischen Stil gehalten und besteht aus einem Unterbau aus Rundbögen, einem Sockel und einem pyramidenförmigen Obelisken, der von einem Stern gekrönt wird.
Ursprünglich war das Ehrenmal auch als Grabstätte gedacht. Die Soldaten wurden jedoch zum Ehrenmal in der Schönholzer Heide umgebettet, wodurch es nur noch als Gedenkstätte fungiert.
Foto: Das Sowjetische Ehrenmal in Buch | de.indymedia.org
Der Künstlerhof Buch
Im Berliner Ortsteil Buch im Bezirk Pankow befindet sich in unmittelbarer Nähe der barocken Schlosskirche der ehemalige Gutshof. Noch bis 1964 wurde er bewirtschaftet und beherbergt heute neben einem Restaurant, einem Hotel und einer für Veranstaltungen umgebauten Scheune den Künstlerhof Buch.Die Entwicklung von einem landwirtschaftlichen Betrieb hin zum Ort künstlerischen Schaffens zeichnete sich schon in den 1920er Jahren ab, als Käthe Kollwitz von der malerischen Lage und dem einzigartigen Ensemble des Gutshofes schwärmte.
Einige Kunstliebhaber unter den Bürgern Buchs ergriffen dann in den 1980er Jahren die Initiative. Sie beriefen sich auf die Briefe von Käthe Kollwitz und brachten die DDR-Regierung dazu den stark verfallenen Hof in den „Künstlerhof Buch“ umzugestalten.
Zunächst wurde von 30 Künstlern Kunst auf staatlichen Auftrag geschaffen. Nach der Wende wurde die Einrichtung dann der Akademie der Künste angeschlossen. Der Hof wurde teilweise saniert und erlebte durch zahlreiche Veranstaltungen eine Hochphase.
Im Jahr 2003 wurde jedoch die Förderung durch das Land Berlin eingestellt, was der Entwicklung ein Ende setzte. Seitdem wird unter der Leitung des „Künstlerhof Berlin-Buch e.V.“ weiter gearbeitet.
Hotel, Restaurant und die sogenannte Feste Scheune sind erst seit Mai 2011 geöffnet und ergänzen dadurch die Ateliers der Künstler. Die Werkstätten der Künstler sind gut ausgestattet und es wird sogar eine lebendige Schmiede betrieben. Das Wahrzeichen des Künstlerhofs Buch ist der ehemalige Taubenturm.
Foto: Der Künstlerhof Berlin-Buch | wostarchitects.com
Der Bucher Forst
Am Rande der Berliner Ortsteils Buch im Bezirk Pankow befindet sich der Bucher Forst. Er ist ein Bestandteil des Naturparks Barnim. Die Fläche ist als Landschaftsschutzgebiet ausgewiesen. Der Rest des Naturparks Barnim liegt im Land Brandenburg, das an Buch angrenzt. Große Teile des Bucher Forst wurden früher als Rieselfelder für die Abwässer der Stadt Berlin verwendet. Heute sind sie wieder mit Bäumen bewachsen, müssen allerdings durch die lange Schadstoffbelastung und Entwässerung saniert werden. Sie werden nach und nach in ein Naherholungsgebiet umgewandelt. Auf etwa 50 Hektar weiden robuste Pferde und Rinderarte, um das Gebiet vor der Verbuschung zu bewahren. Ungefähr 250 der 600 Hektar des Bucher Forst sind mit ursprünglichem Hochwald bewachsen. Im Westen befinden sich mehrere Wasserflächen, die als Karpfenteiche bezeichnet werden. Der größte von ihnen ist der Bogensee. Insgesamt ist der Bucher Forst ein wichtiges Naturschutz-, aber auch Erholungsgebiet. Auf dem großangelegten Wegenetz kann gut spaziert und Fahrradgefahren werden. Am Wegesrand befinden sich einige seltene Vogelarten, die mit ein wenig Glück beobachtet werden können.
Außerdem sind Skulpturen verschiedener Künstler zu sehen, die im Rahmen des Bildhauersymposions „Steine ohne Grenzen“ entstanden sind. Professionelle Führungen durch den Forst bieten verschiedene Organisationen wie der Naturschutzbund an.
Foto: Der Bucher Forst | stadtentwicklung.berlin.de




