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Deutsch-Russisches Museum Karlshorst
Die Trabrennbahn Karlshorst
Karlshorst
Der Ortsteil Karlshorst
Karlshorst ist ein Ortsteil im Berliner Bezirk Lichtenberg, der vormals zum Ortsteil Friedrichsfelde gehört. Er ist östlich von Berlin Mitte gelegen.Die Entstehung ist auf das Vorwerk Carlshorst zurückzuführen, das 1825 das erste Mal erwähnt wurde. Ein Vorwerk ist ein Versorgungsbetrieb oder Gutshof, der außerhalb einer Befestigung vorgelagert ist. Die eigentliche Gründung erfolgte jedoch 1895 als die ersten Wohnhäuser in Karlshorst errichtet wurden. Initiator dieses Vorhabens war der Baumeister und Städteplaner Oscar Gregorovius. Er erwarb für zwei Wohnungsbaugesellschaften 60 Hektar Land und schloss mit dem Landkreis Niederbarnim einen Vertrag über die Gründung der Colonie Carlshorst.
Wo anfänglich noch kleine ein bis zweistöckige Häuser errichtet wurden die vornehmlich von Arbeiterfamilien bewohnt wurden, wurden später immer repräsentativere Bauten erstellt. Der Bau der Galopprennbahn für Hindernis- oder Jagdrennen und des Bahnhofes Karlshorst machten den Ortsteil bald zu einem beliebten Villenvorort, ähnlich dem Ortsteil Dalem im Westen.
1920 wurde der Karlshost dann Teil des Bezirkes Berlin Lichtenberg. Etwa in dieser Zeit wurde auch die sogenannte Waldsiedlung von Peter Behrens errichtet. Hinter dem Konzept steht das Vorhaben Kriegsheimkehrern und Arbeitern ein günstiges und idyllisches Heim im Grünen zu ermöglichen. Auf Grund der Wirtschaftskrise wurde das Projekt leider nie gänzlich vollendet und geriet in Vergessenheit. Heute sind die Gebäude dort zwar unter Denkmalschutz, leider jedoch kaum saniert.
1945 geschahen in Karlshorst historische Dinge, als Generalfeldmarschall Keitel im Offizierskasino der Pionierschule 1 die Bedingungslose Kapitulation der Wehrmacht unterzeichnete. Anschließend dienten die Gebäude bis 1949 der Sowjetischen Militäradministration in Deutschland als Hauptsitz.
Bis 1962 war der Norden des Ortsteils sowjetisches Sperrgebiet, das von den Deutschen jedoch zum Einkaufen betreten werden konnte. Danach wurde das Sperrgebiet verkleinert. Die ehemalige Wehrmachtschule diente nun den sowjetischen Streitkräften und der Verwaltung des KGB als Hauptquartier. Am Ort der Kapitulation wurde ein Museum eingerichtet, das an den Krieg und die bedingungslose Kapitulation erinnerte.
Erst nach der Wiedervereinigung zogen 1994 die letzten russischen Soldaten aus Karlshorst ab. Daraufhin wurden die Wohnhäuser umfangreich saniert und die Infrastruktur ausgebaut, was den Ortsteil als Wohngebiet wieder besonders attraktiv machte.
Heute ist Karlshorst unter anderem Standort der Hochschule für Technik und Wirtschaft Berlin, der Katholischen Hochschule für Sozialwesen Berlin und einer Imam-Schule im Kulturhaus der Eisenbahner. Besonders sehenswert ist unter anderem die Trabrennbahn Karlshorst, die ständig erweitert wurde und bis heute erhalten und in Betrieb ist. Aber auch die evangelische Kirche „Zur frohen Botschaft“ mit ihrer berühmten Amalien-Orgel, der ältesten Orgel Berlins, oder der denkmalgeschützte Bau der katholischen St. Marien Pfarrkirche sind äußerst interessant. Im ehemaligen Offizierskasino der Heerespionierschule I der Wehrmacht, wo die Kapitulation unterschrieben wurde, befindet sich heute das Deutsch-Russische Museum, das über den Deutsch-Sowjetischen Krieg zwischen 1941 und 1945 berichtet.
Der heutige Ortsteil Karlshorst ist also ein schönes Wohnquartier mit aufwendig Sanierten Gebäuden in einer zentrumsnahen Lage und daher der optimale Standort für ein Apartment Berlin.
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Foto: Pfarrhaus Karlshorst | pixelio.de
Deutsch-Russisches Museum Karlshorst
Im ehemaligen Offizierskasino der Pionierschule 1 in Karlshorst befindet sich heute das Deutsch-Russische Museum Berlin-Karlshorst, das in einer Dauerausstellung an den Vernichtungskrieg der Deutschen gegen die Sowjetunion erinnert.Der Ort der Ausstellung ist nicht zufällig gewählt, denn am 8. Mai 1945 wurde in den Räumlichkeiten Geschichte geschrieben, denn dort wurde die Kapitulation der Wehrmacht unterzeichnet, die den Zweiten Weltkrieg in Europa beendete. Es war das Ende der bis dahin blutigsten Auseinandersetzung in der Menschheitsgeschichte, in der mehr als 50 Millionen Menschen ihr Leben ließen.
Das Gebäude wurde von 1936 bis 1938 als Offizierskasino der Pionierschule 1 für die Wehrmacht errichtet. Im Jahr 1945 schlug die 5. Sowjetische Stoßarmee hier ihr Hauptquartier auf.
Die Unterzeichnung der bedingungslosen Kapitulation durch Generalfeldmarschall Keitel, Generaladmiral von Friedeburg und Generaloberst Stumpff geschah im Beisein von Vertretern aller drei Siegermächte. Bis 1949 war das Gebäude dann Sitz der sowjetischen Militäradministration, bis die erste Regierung der DDR dort ihre staatlichen Vollmachten entgegennahm.
Von 1967 bis 1994 befand sich in dem Haus dann das Museum der sowjetischen Streitkräfte.
Bereits beim Abzug der sowjetischen Truppen im Jahr 1990 wurde von beiden Seiten beschlossen auch weiterhin an diesem Ort an den schrecklichen Krieg zu erinnern.
Die Gründung eines Museums, in dem zwei ehemalige Kriegsgegner gemeinsam an den Krieg erinnern ist bisher einzigartig. Der Verein, der das Museum trägt wird von der Russischen Föderation und der Bundesrepublik Deutschland partnerschaftlich getragen.
Den Kern der 1995 eröffneten Ausstellung bildet die Sammlung des ehemaligen Museums der sowjetischen Streitkräfte. Allerdings haben viele weitere Museen und viele Privatpersonen zahlreiche weitere Materialien hinzugefügt. Neben der Dauerausstellung finden im Museum auch etliche Veranstaltungen und wissenschaftliche Tagungen statt, die den Ort auch zu einer Stätte der Begegnung machen.
Bild: Deutsch-Russisches Museum Berlin-Karlshorst | museum-karlshorst.de
Die Trabrennbahn Karlshorst
Die Trabrennbahn Karlshorst ist ein Zentrum des Trabrennsports, der auch als Königsdisziplin unter den Pferdewetten bezeichnet wird. Bereits 1862 wurden im Vorwerk Karlshorst Armee-Jagd-Rennen abgehalten, die 1884 zum ersten öffentlichen Pferderennen auf der Bahn führten. Im Jahr 1894 wurde dann offiziell die Rennbahn Karlshorst eröffnet, auf der Hindernisrennen veranstaltet wurden.
Nach dem Zweiten Weltkrieg war es Generaloberst Bersarin, der sowjetische Stadtkommandant, der die Bahn für Trabrennen umbauen und um das Doppelte vergrößern ließ.
Die Trabrennbahn Karlshorst war die einzige in der DDR und wurde vom Volkseigenen Betrieb Trabergestüte und Trabrennbahn betrieben. Nach der Wiedervereinigung litt auch die Trabrennbahn unter dem allgemeinen Niedergang des Rennsports zur Jahrhundertwende. Nachdem der Trabrennverein Mariendorf die Anlage zunächst übernommen hatte, stand sie anschließend zum Verkauf.
Das Gelände wurde aufgeteilt, damit einige Stallgebäude abgerissen und die Hälfte als Bauland verkauft werden konnte. Den Rest des Geländes, auf dem sich die Strecke befindet übernahm der neu gegründete Pferdesportpark Berlin-Karlshorst e.V.
Der neue Verein betreibt den Betrieb äußerst Engagiert, was sich in steigenden Besucherzahlen und Wettumsätzen bemerkbar macht. Außerdem Treten zunehmend mehr Sponsoren auf.
Das Konzept wird als „volksnah“ beschrieben, das es auf die Masse der Besucher ausgerichtet ist.
Beispielsweise können Wetten ab einem Euro abgeschlossen werden und für einen minimalen Geldbetrag Anteile an Rennpferden erworben werden. Auf der Bahn finden das ganze Jahr über Rennen statt. Darüber hinaus gibt es spezielle Familientage an denen ein buntes Rahmenprogramm für Kinder angeboten wird. Außerdem gibt es eine Trabrennschule und die Möglichkeit Kindergeburtstage zu feiern.
Foto: Trrabrennbahn Karlshorst | pixelio.de
Karlshorst Gastronomie
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