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Marzahn-Hellersdorf

Der Bezirk Marzahn-Hellersdorf

Der Bezirk Marzahn-Hellersdorf wurde 2001 im Rahmen der Verwaltungsreform aus den eigenständigen Bezirken Marzahn und Hellersdorf geformt. Das Gebiet liegt im Osten Berlins, in der ehemaligen DDR und ist per U- und S-Bahn ca. 30 Minuten vom Zentrum entfernt.
Charakteristisch für Marzahn-Hellersdorf sind die Plattenbauten die die größte zusammenhängende Plattenbausiedlung, sowie das insgesamt größte Siedlungsgebiet Europas bilden. Diese sind als Kontrast jedoch eingebettet in eine grüne Naturlandschaft die viele Möglichkeiten zur Erholung und für Sport und Freizeit bieten. So grenzt der Bezirk beispielsweise direkt an Brandenburg was zu ausgiebigen Fahrradtouren einlädt.

Die 5 Ortsteile, Marzahn, Biesdorf, Kaulsdorf, Mahlsdorf und Hellersdorf, aus denen der Bezirk besteht entstammen allesamt dem Landkreis Niederbarnim und sind aus ehemaligen Dörfern hervorgegangen. Das Barnim ist eine eiszeitlich gebildete Hochfläche im Nordosten Berlins die im Zuge der deutschen Kolonisation um 1230 großflächig besiedelt wurde. 1920 wurden die Ortsteile dann im Rahmen der Gründung Großberlins eingemeindet. Zunächst gehörten sie dem Bezirk Lichtenberg an. Erst durch den Bau der Plattenbausiedlungen in den 1970er Jahren stieg die Bevölkerungszahl Marzahns drastisch an was 1979 die Gründung des Bezirkes Marzahn, bestehend aus den 5 heutigen Ortsteilen, mit sich brachte. Im Folgenden wurden auch in den Orten Hellersdorf, Kaulsdorf und Mahlsdorf Siedlungen errichtet, was 1986 zur Gründung des eigenständigen Bezirkes Hellersdorf führte der bis zur Verwaltungsreform 2001 bestand hatte.

Durch die gezielte großflächige Besiedlung des Bezirkes ist die Bevölkerungsstruktur innerhalb Berlins einzigartig und wird sich durch demographische Wellen noch lange von den historisch gewachsenen Bezirken Berlins abheben.
Nach dem Fall der Mauer ist es im Norden besonders zu einem Abfluss der jungen Bevölkerung gekommen der sich bis heute abgeschwächt hat. Währenddessen haben die Einfamilienhaus-Gebiete in Biesdorf, Mahlsdorf und Kaulsdorf in den letzten zehn Jahren einen starken Zuwachs zu verzeichnen.
Aufgrund des großen Engagements gegen Rechtsextremismus und Fremdenfeindlichkeit wurde der Bezirk im Jahr 2009 von der Bundesregierung mit dem Titel „Ort der Vielfalt“ ausgezeichnet.
Weiterhin verfügt der Bezirk über gut angebundene attraktive Gewerbestandorte. So teilt sich Marzahn-Hellersdorf im Süden mit dem Bezirk Lichtenberg das Gewerbeareal Berlin-eastside das mit 1200 Hektar und 7000 Mitarbeitern in 2500 Unternehmen das größte zusammenhängende Gewerbegebiet Berlins bildet.

Besonders sehenswert sind vor allem die „Gärten der Welt“ im Erholungspark Marzahn mit seinen vielen Liegewiesen und Spielplätzen. Dabei handelt es sich um Gartent-themen wie z.B. der chinesische „Garten des wieder gewonnenen Mondes“ oder der japanische „Garten des zusammenfließenden Wassers“ und viele weitere. Im Jahr 2010 wurde dem Park dafür der „Green Flag Award“ aus Großbritannien verliehen, der Landesweit für Parkanlagen die sich der Öffentlichkeit offen, besucherfreundlich und sauber präsentieren vergeben wird. Es gibt aber auch einige historische Stätten zu sehen wie das Angerdorf Alt-Marzahn mit seiner Blockwindmühle oder Schloss Biesdorf mit seinem Park. Diese Sehenswürdigkeiten lassen sich wunderbar von einer der gemütlichen Ferienwohnungen Berlin aus, die im Bezirk Marzahn-Hellersdorf gelegen sind, erkunden.





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Foto: chinesischer Garten pixelio.de

Der Erhohlungspark Marzahn-Hellersdorf

Der Erholungspark Marzahn-Hellersdorf befindet sich am nördlichen Fuß des Kienberges im Bezirk Marzahn Hellersdorf.
Er wurde im Jahr 1987 anlässlich der 750-Jahr-Feier von Berlin als Berliner Gartenschau eröffnet und sollte das Pendant zum Britzer Garten in West-Berlin sein. Zusammen mit den Erholungsflächen des Kienberges und des Wuhletals ergibt sich eine Gesamtfläche von über 100 Hektar.

1991 wurde die Anlage in Erholungspark Marzahn umbenannt und umgebaut. Spiel- und Liegewiesen und große Spielplätze entstanden und die Bepflanzung der Anlage wurde erstmalig überarbeitet.
Der Erholungspark sollte vor allem den mehr als 300.000 Bewohnern der umliegenden Großsiedlungen als Ausgleich dienen.
Die Bepflanzung des Parks wechselt zu jeder Jahreszeit. Im Frühjahr blühen schon die ersten Rhododendren, aber der Mai ist die Zeit der Hauptblüte in der die ganze Pracht der Pflanzenvielfalt zu sehen ist.
Für Kinder sind neben den Spielplätzen auch zehn bunte Figuren aus den Märchen von Hans-Christian Andersen und den Gebrüdern Grimm ausgestellt.
Im Jahr 2008 wurde dem Staudenzüchter Karl Foerster ein eigener Staudengarten im Park gewidmet, der nun seinen Namen trägt.
14 Springbrunnen am Wegesrand bilden den schönsten „Wasserweg“ in Berlin, denn sie sind alle auf die unterschiedlichste Art und Weise gestaltet.


Seit dem Jahr 2000 befindet sich im Erholungspark eine neue Attraktion. Unter dem Motto „Gärten der Welt“ werden seit der Eröffnung des ersten Abschnittes, dem chinesischen „Garten des wiedergewonnenen Mondes“, nach und nach verschiedene Themenbereiche gestaltet. Dadurch hat sich der Park auch überregional zu einem Anlaufpunkt für Gartenbaubegeisterte Besucher entwickelt. Seit der Eröffnung des Chinesischen Gartens im Jahr 2000 befinden sich nun neun „Gärten der Welt“ im Erholungspark Marzahn-Hellersdorf, die alle von Spezialisten aus den jeweiligen Ländern mitgestaltet wurden.

Foto: Erholungspark Marzahn-Hellersdorf pixelio.de

Der Garten des wiedergewonnenen Mondes

Der Chinesische Garten im Erholungspark Marzahn-Hellersdorf ist ein Teil der Themengestaltung „Gärten der Welt“ die nach und nach auf dem Gelände des Parks errichtet wird.
Die Idee für den Chinesischen Garten der den Namen „Garten des wiedergewonnenen Mondes“ trägt, ist bei durch den Vertragsschluss der Städtepartnerschaft zwischen Peking und Berlin im Jahr 1994 entstanden. Alle beteiligten waren sich einig das keine Nachbildung eines chinesischen Gartens entstehen sollte, sondern eine vollkommene Neuschöpfung nach allen Regeln der Jahrtausende alten chinesischen Gartenkunst.

Die Planung der Anlage wurde durch das Pekinger Institut für klassische Gartenarchitektur durchgeführt. In 100 Seecontainer wurden alle Materialien und Pflanzen aus China nach Marzahn-Hellersdorf gebracht um vor Ort von chinesischen Fachleuten verbaut zu werden.
Die Bauarbeiten haben im Jahr 1997 begonnen, sodass im Jahr 2000 der größte Chinesische Garten Europas seine Tore öffnen konnte. Im Namen der Anlage ist nach chinesischer Tradition ein Hinweis auf das Schicksal des Besitzers verborgen. In diesem Fall deutet der Begriff „wiedergewonnener Mond“ auf die Wiedervereinigung Berlins hin.

Der Garten ist in schlichtem Grau, Weiß und Rot gehalten und in seinem Zentrum befindet sich ein ausladender See. Er wird von verschiedenen Gebäuden, Brücken, Plätzen und bepflanzten Hügeln umrahmt, von denen das Chinesische Teehaus „Berghaus zum Osmanthussaft“ am beeindruckendsten ist. Hier können über 30 verschiedene Sorten Grünen Tees genossen werden. Außerdem können einer authentischen Teezeremonie beigewohnt und „Chinesische Kulturabende“ erlebt werden.
Im gesamten Garten befinden sich Steine, die nach der chinesischen Gartenbaukunst unerlässlich sind. Außerdem hat jede der Pflanzen im Garten eine ganz eigene Bedeutung in der Chinesischen Kultur.

Foto: Der Garten des wiedergewonnenen Mondes pixelio.de

Der Garten des zusammenfließenden Wassers

Der Japanische Garten im Erholungspark Marzahn-Hellersdorf ist ein weiterer Teil der Themengestaltung „Gärten der Welt“ und ist als zweites auf dem Gelände des Parks entstanden.

Der Japanische Garten, der den Namen „Garten des zusammenfließenden Wassers“ trägt ist ein Projekt der Städtepartnerschaft zwischen Berlin und Tokio.
Berlin wurde bei dem Projekt umfassend von der japanischen Botschaft unterstützt, die sich für den Zuschlag der Fördergelder aus dem JEC-Fond stark machte, die den Pavillon im Garten finanziert haben.
Shunmyo Masuno hat im Jahr 2001 damit begonnen den japanischen Garten im Erholungspark-Marzahn zu gestalten. Er ist Gartendesigner, Professor und Zen-Priester zugleich und daher genau der richtige um den japanischen Garten mit all seinen Faszinationen zu planen.
Das Beeindruckende an japanischen Gärten ist, das sie in der Lage sind die ganze Fülle der Schönheit der Natur einzufangen und sie dem Betrachter darzubieten.
Der Garten entwickelt dabei eine so starke Ausstrahlung, dass der Besucher zum Schauen und Schweigen gezwungen ist. Daher könnte man ihn in unserer Kultur auch als „Freiluftkirche“ bezeichnen.
Das Areal besteht aus drei Teilen, die durch Wege miteinander verbunden sind und in deren Zentrum sich der Pavillon NYOSUITEI befindet.
Der nördliche Vordergarten ist ein Wassergarten und der südlicher gelegene Hauptgarten ein Zen-Garten aus Steinen. Der Ostgarten wird schließlich von einer Rasenfläche dominiert.
Der Garten ist als Zeitachse angelegt, an deren Anfang die Quelle mit dem kleinen Wasserfall steht. Der Wasserlauf zieht sich wie der Geschichtsverlauf durch den weiteren Garten und mündet in einen Teich, der den Spiegel der jüngsten Geschichte symbolisiert und neben dem Pavillon angelegt ist, der für die Gegenwart steht. Der Zen-Garten wiederum steht für die Zukunft.

Foto: Der Garten des zusammenfließenden Wassers derkleinegarten.de

Der Garten der drei Harmonien

Der Balinesische Garten im Erholungspark Marzahn-Hellersdorf ist der dritte Teil der Themengestaltung „Gärten der Welt“, die nach und nach auf dem Gelände entsteht und befindet sich in einem Gewächshaus. Dadurch ist es den Besuchern möglich den Park auch im Winter zu besuchen und eine wahre Pflanzenpracht zu bestaunen.

Der Balinesische Garten ist das Produkt der beiden Hauptstädte Jakarta und Berlin und soll den Besuchern einen Einblick in die indonesische und speziell die balinesische Kultur gewähren.

Er ist streng nach balinesischem Vorbild gestaltet und gibt somit einen Hinweis auf den Geist und den symbolischen Inhalt der balinesischen Kultur.
Da das Streben nach Harmonie das oberste Ziel der Balinesen ist trägt die Anlage den Namen „Garten der drei Harmonien“. Im Gewächshaus befindet sich ein Gebäudekomplex, der einen Ausschnitt einer traditionellen balinesischen Wohnanlage darstellt, wie in eine Familie im südlichen Bali bewohnen würde. Im Gegensatz zu vielen anderen Kulturen werden auf Bali keine speziell gestalteten Gartenanlagen angelegt. Die Pflanzen werden ganz einfach je nach ihrer Funktion als Schattenspender, Nahrungsmittel oder Medizin angepflanzt. Hinter der Wohnanlage schließt sich dann üblicherweise direkt der Urwald an, der das Bild Balis bestimmt.
Die Wohnanlage wird durch eine Ziegelmauer abgegrenzt, die den privaten Bereich der Bewohner symbolisiert, den man mit Respekt betritt. Innerhalb der Mauern gibt es dann einen großen Allzweckbau, der zum Schlafen, Spielen, Nähen oder Verrichten anderer Hausarbeiten dient. Abgetrennt durch eine weitere Mauer steht dann der Familientempel in dem sich mehrere Schreine befinden.
Dieser wird im Gewächshaus durch viele Pflanzen geschaffen, die den Meisten als Zimmerpflanzen geläufig sind. Unverzichtbar ist dabei der Frangipani-Baum, der auch als Tempel- oder Pagodenbaum bezeichnet wird. Auf vielen Indonesischen Inseln gilt er als heilig und seine Blüten werden oft als Opfer benutzt.

Foto: Der Garten der drei Harmonien stadtentwicklung.berlin.de

 

Marzahn-Hellersdorf Gastronomie

Steakhaus Marzahn
Mehrower Allee 52, 12687 Berlin Marzahn
Im Steakhaus Marzahn werden Steaks aus bestem argentinischem Angus-Rindfleisch in erlesener Qualität serviert. Auf der Karte finden sich aber auch schamckhafte Salate und gute Cocktails.
http://steakhaus-marzahn.de/
Berghaus zum Osmanthussaft
Eisenacher Str. 99, 12685 Berlin
Mehr als 30 chinesische Teeraritäten mit authentischer Teezeremonie, sowie chinesische Kulturabende und Vieles mehr bietet der Pavillon von Frau Yu mitten im Erholungspark Marzahn.
http://www.china-teehaus.de