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Steglitz-Zehlendorf

Der bezirk Steglitz-Zehlendorf

Der Bezirk Steglitz-Zehlendorf, der bei der Gebietsreform im Jahr 2001 aus den zuvor eigenständigen Bezirken Steglitz und Zehlendorf entstanden ist liegt im Süd-Westen Berlins. Erstmals Urkundlich erwähnt werden die Siedlungen im 13. und 14. Jahrhundert. Bis in das 19. Jahrhundert behalten die Ortschaften ihren dörflichen Charakter. 1838 wird dann die erste preußische Eisenbahnstrecke eröffnet, die Potsdam mit Berlin über Zehlendorf verbindet. Dies führt zum Wachstum des Ortes, sodass es 1872 zu einer selbstständigen Landgemeinde wird. 1840 wird in Steglitz eine Maulbeerplantage mit Seidenraupenzucht angesiedelt, was das Gebiet zum bedeutendsten Seidenbauzentrum Preußens machte. 1865 beginnt der Hamburger Kaufmann Carstenn auf den Gütern Lichtenfelde und Giesendorf einen Villenvorort anzulegen. 1881 fährt die von Siemens & Halske gebaute, erste elektrische Eisenbahn der Welt in Lichtenfelde. Ende des 19. Jahrhunderts werden das Rathaus Steglitz und der Botanische Garten in Groß Lichterfelde errichtet.

Im Jahr 1901 wird der Ort Dahlem aufgeteilt um einen vornehmen Vorort und ein „deutsches Oxford“ mit zahlreichen Wissenschaftsstandorten zu errichten. Die dabei gegründete Villenkolonie Nikolassee wird 1910 zu einer selbstständigen Landgemeinde.

Bei der Bildung Groß Berlins im Jahr 1920 wird aus den Orten Steglitz, Groß-Lichterfelde, Lankwitz und Südende der Bezirk Steglitz und aus Zehlendorf, Nikolassee, Wannsee, den Gutsbezirken Dahlem, Klein-Glienicke, Pfaueninsel und Potsdamer Forst (nördlicher Teil) der Bezirk Zehlendorf. Im Jahr 1926 beginnt der Bau des Titania-Palastes, der als Filmtheater und Konzertsaal in dem u. A. im Jahr 1951 die ersten Internationalen Filmfestspiele Berlins stattfinden. Von 1926-1932 wurde die „Onkel-Tom-Siedlung“ erbaut, die aus 1100 Wohnungen und 800 Einfamilienhäusern besteht. Der Name stammt von einem benachbarten Ausflugslokal, das nach dem Roman „Onkel Toms Hütte“ benannt war. Die Siedlung besticht durch seine bis dahin unüblich klare Architektur und ist heute unter Denkmalschutz.

Im Jahr 1942 wird im „Haus der Wannseekonferenz“ die Ermordung von Millionen europäischer Juden vorbereitet. Dieses Ereignis sollte als „Endlösung der Judenfrage“ in die Geschichte eingehen. Nach 1945 gehörten die beiden Bezirke zum amerikanischen Sektor Berlins. Dies führte dazu, dass die amerikanischen Truppen das Bild der Bezirke von 1945 bis zu ihrem Abzug 1994 bestimmten. 1948 wurde in Zehlendorf die Freie Universität (FU) gegründet.
Bei der Gebietsreform im Jahr 2001 werden die beiden ehemaligen Bezirke Steglitz und Zehlendorf dann zum neuen Großbezirk Steglitz-Zehlendorf zusammengefügt.

Der Westen des Bezirkes ist mit üppigen Naherholungsmöglichkeiten wie dem Wannsee und dem südlichen Grunewald mit seinen Seen Krumme Lanke und Schlachtensee, ausgestattet. Neben den Wissenschaftsstandorten um die Freie Universität in Dahlem befinden sich im südlicheren Lichterfelde gründerzeitliche Villenkolonien. Ganz im Süden befinden sich Wohngebiete die nach dem zweiten Weltkrieg entstanden sind. Im östlicheren Steglitz ist die Bebauung wiederum sehr städtisch geprägt. An der Schloßstraße befindet sich hier das zweitgrößte Einkaufszentrum Berlins.
Besonders Sehenswert ist z.B. der Botanische Garten, der mit einer Fläche von über 43 Hektar und etwa 22.000 Pflanzenarten der größte in Deutschland ist. Aber auch das Jagdschloss Grunewald mit seiner Gemäldesammlung oder das Alliiertenmuseum laden zu einem ausgiebigen Besuch ein, denn auch im Bezirk Steglitz-Zehlendorf finden sich gemütliche Apartments Berlin die den Aufenthalt dort angenehm gestalten.



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Foto: Bürgerhaus von 1897 | pixelio.de