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Tempelhof-Schöneberg
Der Bezirk Tempelhof Schöneberg
Der Bezirk Tempelhof-Schöneberg, der bei der Gebietsreform im Jahr 2001 aus den zuvor eigenständigen Bezirken Tempelhof und Schöneberg entstanden ist liegt im Süden Berlins. Der südlich gelegene Altbezirk Tempelhof wurde 1920 aus den Dörfern Tempelhof, Mariendorf, Marienfelde und Lichtenrade gebildet. Tempelhof, das um 1200 von dem Orden der Tempelritter gegründet wurde, war als größter Ortsteil der Namensgeber. Der Altbezirk Schöneberg wurde aus der Stadt Schöneberg und dem Ort Friedenau gebildet. Die Stadt Schöneberg entwickelte sich erst mit der Reichsgründung 1871 durch die Nähe zu Berlin von einem Dorf zu einer Großstadt. Innerhalb weniger Jahre wuchs die Bevölkerung von 4555 Einwohnern in 1871 auf 175.093 in 1919. In dieser Zeit wurden auch das Bayrische Viertel, das als gehobenes Wohnquartier für wohlhabende Bürger konzipiert war und die U-Bahn Schöneberg, als zweite U-Bahn Deutschlands, errichtet. Auch der Stadtpark und das Rathaus Schöneberg, in dem heute die Bezirksregierung ansässig ist, wurde in dieser Zeit errichtet. Nach der Bildung der beiden Altbezirke in 1920 wurde 1923 in Tempelhof der Flughafen Tempelhof angelegt. Ebenso entstand in den 1920ern die Gartenstadt Neu-Tempelhof und in den 1930ern das Industriegebiet Tempelhof-Ost und die Bärensiedlung. Zur gleichen Zeit entstanden in Schöneberg die Siedlungen Lindenhof und Ceciliengärten und das Stadtbad Schöneberg.
In der Zeit des Nationalsozialismus von 1933-1945 wurden Änderungen an den Bezirksgrenzen vorgenommen, was den Bezirk Schöneberg stark vergrößerte. Außerdem wurde Ende der 1930er Jahre eine der wenigen Siedlungen der nationalsozialistischen Wohnungsbauarchitektur am Grazer Damm errichtet und der Tempelhofer Flughafen zum Zentralflughafen ausgebaut.
1945 wurden die beiden Bezirke dann aus dem Süden von den Sowjets eingenommen.
Nach 1945 gehörten die Bezirke zum amerikanischen Sektor. Von den großen Zerstörungen durch den Krieg zeugt heute noch der Trümmerberg, der „Insulaner“ der in Schöneberg aufgeschüttet wurde. Bei der Berliner Blockade in 1948/49 rückte der Flughafen Tempelhof durch die Berliner Luftbrücke in den Blick der Weltöffentlichkeit. Im Notaufnahmelager Marienfelde wurden zwischen 1953 und 1989 hunderttausende Flüchtlinge aus der DDR aufgenommen. Am 26. Juni 1963 hielt John F. Kennedy auf dem Rudolph-Wilde-Platz in Schöneberg seine historische Rede mit dem Zitat „Ich bin ein Berliner“. Anfang der 1980er Jahre war der Norden Schönebergs Austragungsort der Konflikte zwischen Hausbesetzern und Polizei. 1985 wurde der Flughafen Tempelhof, der zuvor 1975 für den zivilen Luftverkehr geschlossen wurde, für kleineres Fluggerät wiedereröffnet.
Im Jahr 2001 wurde dann bei der Gebietsreform Berlins der neue Großbezirk Berlin Tempelhof Schöneberg gebildet. Am 30. Oktober 2008 wurde der Flughafen Tempelhof nun endgültig geschlossen. Die nachfolgende Nutzung wird durch das städtebauliche Projekt „Tempelhofer Freiheit“ geplant.
Der Bezirk bietet auf Grund seiner Geschichte verschiedenste Quartiere und Wohnlagen, die eine hohe Lebensqualität. Gut erhaltene Altbaubestände, Gartensiedlungen und Erholungsgebiete bilden eine angenehme Wohnatmosphäre. Sehenswert sind vor allem Baudenkmäler wie das Bayrische Viertel mit seinem Mahnmal „Orte des Erinnerns“, das an die zerstörte jüdische Synagoge erinnern soll, oder Industriedenkmäler wie die Fabrikgebäude von Gillette und der UFA-Filmstudios. Zum Einkaufen lädt unter anderem das berühmte KaDeWe ein, das immer noch das größte Kaufhaus Kontinentaleuropas ist. Außerdem bietet der Winterfeldplatz mit dem größten Wochenmarkt Berlins und einem südlich angeschlossenen Kiez zahlreiche gastronomische Angebote in einer traditionsreichen Kneipenszene und multikulturelle Restaurationen. Daher lohnt es sich den Bezirk Tempelhof-Schöneberg von einer Berlin Unterkunft aus zu entdecken.
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Foto: Flughafen Tempelhof | pixelio.de
Tempelhof-Schöneberg Gastronomie
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Kulturfleck
Ebersstraße 89-91,
10823 Berlin
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Mariendorfer Damm 88-90,
12109 Berlin
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