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Tiergarten

Der Ortsteil Tiergarten

Der Ortsteil Tiergarten ist ein Teil des Berliner Bezirkes Mitte, der vormals zusammen mit den Ortsteilen Hansaviertel und Moabit einen eigenständigen Bezirk bildete.

Die Ursprünge des Ortsteils Tiergarten gehen auf die Nutzung der Flächen westlich der damaligen Stadt Cölln als Jagdgebiet zurück. Die Kurfürsten von Brandenburg ließen das Gebiet im 16. Jahrhundert umzäunen und Wildtiere darin aussetzen, die sie bejagen konnten. Friedrich I. ließ dann eine Schneise durch das Waldgebiet schlagen, um das Stadtschloss mit Schloss Charlottenburg zu verbinden und ebnete damit den Weg für die Umwandlung des Jagdreviers in einen Waldpark.

Friedrich II. gab im 18. Jahrhundert dann endgültig den Auftrag auf dem Gebiet einen Lustpark für die Bevölkerung anlegen zu lassen, der im Stil des Barock gehalten war und sogar über eine Fasanerie verfügte, die den Grundstein für den Zoologischen Garten darstellte. 1818 erhielt Peter Joseph Lenné den Auftrag aus dem Tiergarten einen landschaftsähnlichen Volkspark zu machen. Sein zwischen 1833 und 1840 umgesetztes Konzept blieb bis Mitte des 20. Jahrhunderts fast unverändert. Im Jahr 1861 wurden die außerhalb der Zollmauer, südlich der Spree, gelegenen Flächen nach Berlin eingemeindet. Wenige Jahre später wurde dieses Gebiet amtlich als Stadtteil Tiergarten bezeichnet.

Es umfasste neben dem Landschaftspark Tiergarten auch das seit 1877 entstandene Hansaviertel und den repräsentativen Königsplatz, der heute der Platz der Republik vor dem Reichstagsgebäude ist, mit der Krolloper. Auf ihm befand sich damals noch die Siegessäule. Nördlich davon befand sich das von König Friedrich Wilhelm IV. initiierte Alsenviertel, das vor allem als Botschaftsviertel bekannt wurde. Im Jahr 1920 wurde aus dem Stadteil Tiergarten zusammen mit Moabit, untere Friedrichsvorstadt, und der Schöneberger Vorstadt der Bezirk Tiergarten gebildet.

1933, kurz nach der Ernennung Adolf Hitlers zum Reichskanzler brannte der Reichstag, welche zur Reichstagsbrandverordnung führten, die den Nationalsozialisten ermöglichte ihre politischen Gegner mit aller Härte zu verfolgen. In der Zeit des Nationalsozialismus wurde das Alsenviertel bis auf die heutige Schweizer Botschaft komplett abgerissen um neuen Gebäuden der geplanten „Hauptstadt Germania“ platz zu machen. Außerdem wurde die Siegessäule auf den großen Stern versetzt.

Nach dem Krieg waren große Teile des Ortsteils zerstört und die Bevölkerung des Bezirks Tiergarten war von 283.581 Einwohnern in 1925 auf 110.620 in 1946 zurückgegangen.

Im Jahr 2001 wurde dann aus den ehemaligen Bezirken Tiergarten, Wedding und Mitte der neue Bezirk Mitte gebildet. Der Ortsteil Tiergarten hat heute ca.12000 Einwohner und der Großteil seiner Fläche wird vom zweitgrößten Park Berlins, Großer Tiergarten, ein. Nur der erst kürzlich auf Fläche des ehemaligen Flughafen entstandene Park Tempelhofer Freiheit ist größer. Im Spreebogen, der im Norden des Ortsteils gelegen ist befindet sich heute der Platz der Republik, mit dem Reichstagsgebäude, dem Paul-Löbe-Haus und dem Kanzleramt. Als letztes Relikt des Alsenviertels befindet sich dort auch die Schweizer Botschaft. Südlich davon befindet sich der Potsdamer Platz, der nach der Wende komplett wieder aufgebaut wurde und durch Gebäude wie der Bahntower oder das Sony Center von moderner Architektur geprägt ist. Im Süden des Ortsteils befinden sich zahlreiche Einrichtungen wie Botschaften, Landesvertretungen der Bundesländer, Museen, Ausstellungen und die Berliner Philharmonie. Im Südwesten schließt sich dann der Zoologische Garten Berlin an, der mit 15000 Tieren in 1500 Arten als der artenreichste Zoo der Welt gilt. Zusammen mit dem angeschlossenen Aquarium lockte er im Jahr 2007 3,18 Millionen Menschen an.

Im Nordosten des Ortsteils, direkt im Großen Tiergarten gelegen befindet sich Schloss Bellevue und das Bundespräsidialamt, direkt in unmittelbarer Nähe zur Siegessäule. Auch das Kongresszentrum, auch als „Schwangere Auster“ bezeichnet, befindet sich im Tiergarten. Es war ein Geschenk der Amerikaner an die Westberliner. Ob zur Besichtigung einer der Sehenswürdigkeiten oder einfach nur zum verweilen im Tiergarten ist der Ortsteil auf jeden Fall einen Besuch von einer schönen Ferienwohnung Berlin aus wert.



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Foto: Die Siegessäule | pixelio.de

Das Reichstagsgebäude

Das Reichstagsgebäude befindet sich im Spreebogen im Berliner Ortsteil Tiergarten, direkt am Platz der Republik. Das von 1884 bis 1894 errichtete Gebäude im Neorenaissance-Stil ist Sitz des Deutschen Bundestages.
Nachdem im Jahr 1871 das Deutsche Reich gegründet wurde, begann die Suche nach einem angemessenen Tagungsort für den Deutschen Reichstag. Die Probleme begannen schon bei der Einigung über ein entsprechendes Grundstück.
Der Platz der Republik, der im 19. Jahrhundert noch Königsplatz hieß, war schnell als Standort ausgemacht, das heutige Grundstück an der Ostseite lehnten Wilhelm I. und Bismarck jedoch lange Zeit ab, da es zu nah am Stadtschloss lag und dem Reichstag eine zu hohe Bedeutung zukommen ließe.
Der Architekt Paul Wallot bekam den Zuschlag für die Planung und Durchführung des Baus, was ihm einen langwierigen Arbeitsprozess bescherte, da viele verschiedene Instanzen mit den unterschiedlichsten Vorstellungen eingebunden waren.
Die Kosten für das Gebäude stammten aus den Reparationen, die Frankreich nach dem verlorenen Krieg im Jahr 1870 zu leisten hatte.
Das Gebäude wurde in einem massiven Quaderbau errichtet und erhielt für damalige Verhältnisse eine technisch hochmoderne Kuppel aus Glas und Stahl. Die Inneneinrichtung war ebenfalls hochmodern und äußerst reich verziert.
Das Äußere des Gebäudes wurde von einem Bildprogramm verziert, das die Einheit des deutschen Volkes unterstreichen sollte, was zuletzt durch den Schriftzug „Dem Deutschen Volke“ über dem Portal verdeutlicht werden sollte.
Im Nationalsozialismus bekam das Gebäude neue Symbolkraft, da der Reichstagsbrand im Jahr 1933 der Grundstein für die Reichstagsbrandverordnung war, die der Regierung nahezu unbeschränkten Handlungsspielraum ermöglichte.

Im Krieg 1945 war das Hissen des Banners der Sowjetunion auf dem Gebäude der Symbolische Sieg über die Deutschen. Nach dem Krieg und zu Zeiten wurde das Gebäude zunächst erhalten und dann Grundlegend umgebaut. Besonders im Innenraum wurden viele Änderungen vorgenommen die unter Denkmalpflegeaspekten äußerst fragwürdig waren. Dies spielte zu der Zeit jedoch keine Rolle.
Das Gebäude wurde vornehmlich als Museum genutzt, da in Berlin keine Plenarsitzungen abgehalten werden durften. Nach der Wende beschloss der Deutsche Bundestag nach intensiver Debatte wieder nach Berlin zurückzukehren und somit das Reichstagsgebäude wieder zu nutzen.

Bevor dies geschehen konnte wurde das Gebäude jedoch erneut umgebaut und Teilweise wieder nach alten Standards in Stand gesetzt. Heute ist das Reichstagsgebäude mit einer neuen begehbaren Glaskuppel ausgestattet, verfügt über einen Innenausbau der sowohl historische als auch hochmoderne Aspekte aufgreift und hat eine Vorbildfunktion was ein ökologisches Energiekonzept betrifft.

Foto: Das Reichstagsgebäude | pixelio.de

Der Zoologische Garten Berlin

Der Zoologische Garten Berlin ist einer der beiden Zoologischen Gärten in der Hauptstadt und im Ortsteil Tiergarten gelegen. Martin Hinrich Lichtenstein hatte Friedrich Wilhelm IV dazu gebracht die Eröffnung des Zoos im Jahr 1844 zu ermöglichen und wurde zum ersten Direktor der Einrichtung ernannt.
Damit war der Zoologische Garten Berlin der erste Zoo auf dem heutigen deutschen Staatsgebiet.
In ganz Europa war es erst der neunte Zoo der eröffnet wurde. In der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts wuchs die Einrichtung in rasantem Tempo. Ende des 19. Jahrhundert war der Tierbestand bereits mit dem des Londoner Zoos vergleichbar.
Im Jahr 1913 wurde der Zoo um das Aquarium erweitert und nach dem Ersten Weltkrieg wurden die Anlagen zu Außengehegen erweitert. Der Zweite Weltkrieg zerstörte den Zoo fast vollständig.
In der Folge wurde die Anlage zunächst von der Ehefrau des vorherigen Direktors, Katharina Heinroth, wieder aufgebaut. Sie war die bis dahin einzige Zoodirektorin in Deutschland.
Ab 1956 wurde dann Heinz-Georg Klös zum Direktor, der in dem Zoo viele Besonderheiten geschaffen hat. Er ließ die Teils historischen Bauten wieder herrichten, initierte viele Zuchtprogramme für seltene Tierarten und ließ die Anlagen, insbesondere das Aquarium erweitern.

Heute ist der Zoologische Garten Berlin mit 15.000 Tieren in 1.500 Arten der artenreichste Zoo der Welt. Bekannt wurde er unter anderem durch den Eisbären Knut, der von Hand aufgezogen wurde.
Der Zoo verfügt auch über besondere architektonische Schmuckstücke, wie dem Elefantentor, oder dem Bisonhaus von 1905. Im Zoo befinden sich auch einige Tierskulpturen von berühmten Tieren, wie dem Flusspferd Knautschke, das den Zweiten Weltkrieg überlebt hatte. Das Aquarium führt heute Fische, Amphibien, Reptilien und Insekten auf drei Etagen. Der Zoo arbeitet außerdem eng mit dem zweiten Zoologischen Garten in Friedrichshain zusammen.

Foto: Das Elefantentor am Zoologischen Garten Berlin | pixelio.de

Der Potsdamer Platz

Der Potsdamer Platz ist ein Verkehrsknotenpunkt im Berliner Ortsteil Tiergarten, direkt an der Grenze zum Ortsteil Mitte. Er geht fast fließend in den Leipziger Platz über, der als Achteckanlage in Mitte liegt.
Historisch lag der Platz vor dem Potsdamer oder auch Leipziger Tor genannten Zugang zu Berlin, der sich in der Zoll- und Akzisemauer befand. Fünf Straßen gingen seiner Zeit von dem Platz aus und verbanden Berlin mit dem Süden und dem Westen. Auf der anderen Seite des Tores befand sich damals der Leipziger Platz. Anfang des 19. Jahrhunderts wurde das Tor vom königlichen Baumeister Schinkel ausgestaltet und der Potsdamer Fernbahnhof wurde auf dem Platz errichtet.
Aus der Straßenkreuzung wurde nach und nach ein Umschlagplatz für Menschen und Waren, mit Einrichtungen wie dem „Grand-Hotel Bellevue“ oder dem Palast Hotel. Die Anbindung an die erste Berliner U-Bahnlinie verstärkte diesen Trend nochmals.

In den Folgenden Jahren entwickelte sich der Potsdamer Platz immer mehr zu einem pulsierenden Verkehrsknotenpunkt mit modernsten Gebäuden, reichlicher Gastronomie, sowie vielen Vergnügungsetablissements. Während tagsüber geschäftiges Treiben herrschte waren nachts vor allem Amüsierwillige unterwegs. Auf dem Potsdamer Platz befand sich auch die erste Verkehrsampel Berlins, die gleichzeitig die zweite in ganz Deutschland war.

Den Umbruch brachten zum einen die Zerstörungen des Zweiten Weltkrieges und zum anderen die anschließende Teilung Berlins, die genau auf dem Platz verlief. Sie machte das Gelände für Investoren gänzlich unattraktiv und viele der historischen Gebäude wurden für Grenzanlagen abgerissen.

Nach der Wende wurde die riesige Brachfläche sehr schnell an private Investoren veräußert und die größte innerstädtische Baustelle Europas entstand. Rund um den Platz wurde ein Konzept das als Hochhauscity für das 21. Jahrhundert bezeichnet wurde umgesetzt.
Heute befinden sich dort im Daimler Quartier das devis-Haus und der Kolhoff-Tower, sowie das Theater am Potsdamer Platz, das Blue Max und Luxushotels wie das Grand Hyatt. Außerdem gibt es das Sony Center mit dem Filmmuseum Berlin und der Sony-Zentrale Deutschland und der Bahntower, in dem sich die Zentrale der Bahnholding befindet. Neben vielen weiteren gastronomischen und geschäftlichen Einrichtungen gibt es auch zwei Parkanlagen. Zum Einkaufen laden in dem Quartier die Potsdamer Patz Arkaden ein.

Foto: Der Potsdamer Platz | pixelio.de

Die Siegessäule

Das Nationaldenkmal die Siegessäule befindet sich im Großen Tiergarten in Berlin in der Mitte des Großen Sterns, einem Straßenknoten, und kann über Fußgängertunnel erreicht werden.
Sie wurde von 1864 bis 1873 nach einem Entwurf von Heinrich Stracke errichtet und sollte an die drei gewonnene Kriege der Preußen über Dänemark, Österreich und Frankreich erinnern. Symbolisch standen dafür die drei Elemente der Säule und die bronzene Skulptur der Siegesgöttin Viktoria auf der Spitze.
Ursprünglich wurde die Säule auf dem Königsplatz errichtet, der heute Platz der Republik heißt. Die damals noch aus drei Trommeln bestehende Säule wurde durch 60 vergoldete Kanonenrohre verziert, die in den Kriegen erbeutet wurden. Die 8,30 Meter hohe Viktoria ist ein Abbild der Tochter des Bildhauers Friedrich Drake und besitzt Flügel, sowie einen mit Adlerflügeln geschmückten Helm. In der rechten Hand hält sie einen Lorbeerkranz und in der Linken ein Feldzeichen mit dem Eisernen Kreuz. Auch sie ist vergoldet. Im Inneren der Säule befindet sich außerdem eine Wendeltreppe, über die die Aussichtsplattform am Fuß der Viktoria zu erreichen ist.

Die Siegessäule wurde von den Nationalsozialisten auf Grund der Planung der Welthauptstadt Germania auf den heutigen Standort umgesetzt und aus optischen Gründen um eine weitere Trommel erhöht. Nach dem Krieg verlangten die Franzosen die Sprengung des Monuments, das den Krieg relativ unbeschadet überstanden hatte. Die Briten und die US-Amerikaner waren jedoch dagegen, während sich die sowjetischen Vertreter enthielten.
Die vollständige Renovierung der Siegessäule wurde erst im Jahr 1989 abgeschlossen. Erst zwei Jahre zuvor waren die nach dem Krieg demontierten Reliefs über die drei Kriege aus Frankreich zurück nach Berlin gebracht worden.

In 2010 und 2011 wurde das gesamte Monument erneut saniert. Die vergoldeten Elemente wurden erneuert, sowie auch der Sandstein, die Unterführungen und Vieles mehr. Außerdem wurde eine Lichtanlage installiert die die Säulenhalle und die Reliefs nachts beleuchtet.

Foto: Die Siegessäule | pixelio.de

 

Tiergarten Gastronomie

Lindenbräu
Bellevuestraße 3 - 5, 10785 Berlin
Seit dem Februar 2000 braut das Lindenbräu sein eigenes Bier. Die besonderheit ist, das das Sudhaus aus 925er Sterlingsilber besteht. Auf 450 Aussenplätzen und noch einmal sovielen Innenplätzen wird man von einem netten Team in einer Mischung aus Berliner
http://www.linden-hopfinger-braeu.de/lindenbraeu/lindenbraeu-im-sonycenter_startseite_de.html
Teehaus Berlin Tiergarten
Altonaer Strasse 2/2a, 10557 Berlin
Direkt am Schloss Belvue, im englischen Garten gelegen, befindet sich das Teehaus. Neben Teespezialitäten gibt es auch eine reichhaltige Speisekarte, sowie viele kulturelle Angebote.
http://www.teehaus-tiergarten.com/