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Berlin Sehenswürdigkeiten Berlin Wedding

Wedding

Der Ortsteil Wedding

Wedding ist ein Ortsteil im Bezirk Berlin Mitte, der vor der Gebietsreform im Jahr 2001 Namensgeber für einen eigenen Bezirk war. Dieser bestand aus den Ortsteilen Wedding und Gesundbrunnen.

Bei seinen ersten urkundlichen Erwähnungen im 13. Jahrhundert war das an der Panke gelegene Dorf Wedding bereits verlassen. Das Lehngut wurde daraufhin Besitz der Stadt Berlin. Wurden die Flächen in Wedding anfangs noch von Berliner Bürgern beackert überwuchsen sie bald vollständig mit Bäumen und wurden fortan als Berliner Stadtheide bezeichnet.

Im 17. Jahrhundert wurde dann ein Gutshof angelegt der in Besitz der brandenburgischen Kurfürsten war und rechtlich somit nichtmehr der Stadt Berlin gehörte. Mit dem Wachstum Berlins stieg der Bedarf an Bau- und Brennholz sodass in Wedding bald kaum noch Bäume standen.

Im 18. Jahrhundert wurde das Gebiet dann neu besiedelt. Die von Friedrich II. gegründete Kolonie in der Nähe des Gutshofes trug den Namen Wedding oder auch Neu-Wedding. Zu dieser Zeit hielten Glücksspiel und Prostitution im Wedding Einzug, was ihn zu einem Vergnügungsviertel machte. Im Jahr 1861 wurde der Ortsteil dann nach Berlin eingemeindet.
Ende des 19. Jahrhunderts explodierte die Bevölkerungszahl in Folge der einsetzenden Landflucht und der Ortsteil wurde zu einem Arbeiterviertel. Der hohe Grad der Flächennutzung drückte sich zu dieser Zeit durch die enorm komprimierte Bebauung aus.

Bei der Bildung des Stadtgebietes Groß-Berlin im Jahr 1920 wurde dann aus Wedding, zusammen mit den Gebieten von Gesundbrunnen, ein eigenständiger Bezirk. Wegen der hohen Zahl der Arbeiter und der entsprechenden stärke der KPD waren die Unruhen zur Zeit der Wirtschaftskrise in den 30er Jahren besonders groß. Wegen den Auseinandersetzungen im „Blutmai“ 1929 wurde der Bezirk auch als „Roter Wedding“ bekannt. Auf Grund der Stärke der KPD und der SPD war Widerstand gegen den Nationalsozialismus im Ortsteil besonders groß.

Nach dem Krieg gehörte Wedding zum französischen Sektor. Wegen der günstigen Wohnsituation und der Tradition als Arbeiterviertel siedelten sich hier viele Gastarbeiter an, was dem Ortsteil einen sehr Multikulturellen Charakter verlieh. Die Bebauung des Bezirks ist geprägt durch gründerzeitliche Altbauten, von Grünflächen umgebenen Siedlungsbauten und mehrgeschossigen Bauten des sozialen Wohnungsbaus aus den 70er und 80er Jahren. Die Friedrich-Ebert-Siedlung und die Siedlung Schillerpark sind heute UNESCO Weltkulturerbe.

Im Ortsteil befinden sich drei Grünanlagen, der Schillerpark, der Volkspark Rehberge und der Goethepark. Ebenso gibt es einige Kieze oder Viertel, wie den Brüsseler Kiez, rund um die Brüsseler Straße.
Der Wedding, wie der Ortsname auch heute noch ausgesprochen wird, umfasst einige Kieze oder Viertel, die ihre ganz eigenen Charakteristiken haben. Das Afrikanische Viertel z.B. geht auf das Vorhaben von Carl Hagenbeck zurück in Berlin eine Zweigstelle seines berühmten Hamburger Zoos zu eröffnen. Die Straßen im Viertel hatten bereits ihre afrikanischen Namen bekommen als der Krieg das Vorhaben verhinderte. Weitere Viertel sind der Sprengelkiez, der Brüsseler Kiez, das Englische Viertel und der Osram-Kiez. Der Osram Kiez ist durch die Osram-Höfe geprägt, die heute ein interessantes Industriedenkmal darstellen.

Sehenswert im Wedding ist neben der Architektur auch das Anti-Kriegs Museum, die Kolonie Wedding mit ihrer alternativen Kunstszene. Wer einen direkten Einblick in das Leben im Ortsteil erhalten will kann sich auf route65-wedding.de über Führungen durch jugendliche Anwohner informieren. Es lohnt sich also den Wedding von einem Apartment Berlin aus zu entdecken.



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Foto: Altes Haus im Wedding | pixelio.de

Das Anti-Kriegs-Museum

Im Berliner Ortsteil Wedding befindet sich das weltweit erste Anti-Kriegs-Museum, das bereits im Jahr 1923 vom anarchistisch-pazifistischen Kriegsgegner Ernst Friedrich gegründet wurde.

Bei seiner Eröffnung befand sich das Museum noch im Ortsteil Mitte. Die Ausstellung bestand neben Objekten aus dem Ersten Weltkrieg auch aus Bildern von Käthe Kollwitz und Otto Dix. Außerdem war es gelungen Bilder von Kriegsverstümmelungen zu beschaffen und sie ebenfalls auszustellen.

Nach der Machtergreifung der Nationalsozialisten im Jahr 1933 ließen diese das Museum schließen und Plündern. Ernst Friedrich eröffnete daraufhin in Brüssel ein neues, das allerdings nach der Besetzung Belgiens ebenfalls geschlossen wurde

Nach der Wiedereröffnung des Museums in Kreuzberg im Jahr 1982 zog es 1984 in die Brüsseler Straße in Wedding um. Seit 1998 gehört auch eine Kunstgallerie, die „Peace Gallery“, zu der Einrichtung, die sich weitestgehend über Spendengelder finanziert.
Im Keller des Gebäudes befindet sich außerdem ein Luftschutzkeller, der die bedrückende Stimmung einer Bombennacht in Berlin verdeutlichen soll.
Das Programm des Museums besteht aus regelmäßigen Filmvorführungen, Diskussionsrunden, Vorträgen und wechselnden Ausstellungen. Zahlreiche Informationsmaterialien wie die im Selbstverlag herausgebrachte Broschüre „Ein Museum für den Frieden“ informieren zudem über die Thematik.

Foto: Anti-Kriegs-Museum | stevemeyer.de

Der Volkspark Rehberge

Der Volkspark Rehberge ist ein Gartendenkmal im Ortsteil Wedding und gehört zu den größten Grünanlagen in Berlin. Das Areal des Gartendenkmals umfasst, mit dem dazugehörigen Goethepark, eine Fläche von 115 ha.

Ursprünglich war das Gelände von einer Dünenlandschaft geprägt die einen dichten Bestand an Fichten und Eichen hatte. Nachdem das Gebiet vom preußischen Militär als Schießplatz genutzt wurde, wollte der Hamburger Zoodirektor Hagenbeck einen Zukunftstierpark schaffen. Das Projekt wurde jedoch durch den Ersten Weltkrieg verhindert.

Die Winter nach dem Krieg waren besonders hart, sodass die Berliner Bevölkerung den Baumbestand auf dem Gelände fast vollständig abholzte. Die Folge davon war, dass die Anwohner von Flugsanden belästigt wurden. Daraufhin wurde die Überlegung zur Umgestaltung des Geländes in einen Volkspark geboren. Von 1926 bis 1929 arbeiteten bis zu 1.200 Arbeitslose im Rahmen eines Notprogrammes zur Arbeitsbeschaffung auf dem Areal.

Der Park wurde im Gegensatz zu anderen Anlagen nicht geometrisch, sondern als Landschaftspark angelegt. Er umfasst neben Spazier- und Radwegen auch Sport- und Spielplätze, Liegewiesen, Tiergehege, eine Rodelbahn, gastronomische Einrichtungen und eine Freilichtbühne.
Diese musste 1998 in Folge von vielen Schäden durch Vandalismus geschlossen werden. Erst 2008 ging sie für einen Euro an einen Privaten Investor, der sie sanierte und wieder eröffnete.
Auf dem Gelände befinden sich auch drei Gewässer, der große Möwensee, der kleinere Sperlingssee und der Entenpfuhl. Über den U-Bahnhof Rehberger ist der Park auch optimal an den öffentlichen Nahverkehr angebunden. Eine der Besonderheiten des Parks ist das abstrakte Rathenau Denkmal. Die Brunnenanlage wurde nach nur vier Jahren im Jahr 1934 von der nationalsozialistischen Regierung unter Vorwänden entfernt und eingeschmolzen. Erst 1987 wurde die Anlage wieder rekonstruiert.

Foto: Der Volkspark Rehberge mit Denkmal | pixelio.de

 

Wedding Gastronomie

Curry & Chili
Osloer Straße 9, Ecke Prinzenallee, auf dem Mittelstreifen, 13359 Berlin
Die Imbissbude Curry&Chilli bietet Pommes und Currywurst in einer Schärfe von bis zu 7,1 Millionen Scoville-Einheiten an. Nicht zuletzt darum findet dort im Oktober 2011 die erste "deutsche Meisterschaft der schärfsten Imbißbuden" statt.
Brauerei Eschenbräu
Triftstraße 67, 13353 Berlin
Unter der alten Eiche im Biergarten der Brauerei Eschenbräu wird alle 3. Wochen ein anderes Spezialbier serviert. Dazu gibt es immer deftiges Essen wie Weißwurst oder Braten.
www.eschenbraeu.de