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Berlin Sehenswürdigkeiten Berlin Mitte

Mitte

Der Bezirk Berlin Mitte

Der Bezirk Berlin Mitte bezeichnet den zentralen Bezirk von Berlin, auf den die Entwicklung der Stadt Berlin zurückzuführen ist. Er besteht aus den Ortsteilen Mitte, Moabit, Hansaviertel, Tiergarten, Wedding und Gesundbrunnen. Die ursprünglichen Dörfer Wedding, Cölln und Berlin dürften etwa zur gleichen Zeit entstanden sein. Im Gegensatz zu den beiden anderen war Wedding, das an der Panke gelegen war, allerdings bei seiner ersten urkundlichen Erwähnung im 13. Jahrhundert schon wieder entvölkert. Cölln lag bei seiner Entstehung auf der Spreeinsel, während Berlin sich nordwestlich davon ans Spreeufer schmiegte. Die beiden Städte waren verkehrsgünstig gelegen, was sie schon im 14. Jahrhundert zum Haupthandelsort der Mark Brandenburg machte. Mit der Zeit wuchsen auch die Privilegien der Doppelstadt. Dem wurde im 15. Jahrhundert jedoch mit dem Niederschlag des „Berliner Unwillen“ ein jähes Ende gesetzt.

Nach diesem Ereignis stand die Stadt unter strenger Kontrolle der Hohenzollern die ihr Machtzentrum in ihrem Schloss auf der Spreeinsel hatten. Dieser Hof musste unterhalten werden, darum kauften die Kurfürsten systematisch Ländereien im Umland um diese zu bewirtschaften. Auch wenn die Stadt einige ihrer Privilegien eingebüßt hatte entwickelte sie sich dank des Hofes gut, bis im 17. Jahrhundert der dreißigjährige Krieg wirtschaftlichen Niedergang und Entvölkerung brachte.

Ein schneller Wiederaufbau gelang jedoch und Kurfürst Friedrich Wilhelm baute die Stadt zu einer Garnisonsstadt mit starkem Festungsring aus. Als Verbindung zwischen Schloss und Tiergarten entstand die Straße „Unter den Linden“. Die großen Bevölkerungsverluste wurden durch die Wiederansiedlung 50 jüdischer Familien und hugenottischer Flüchtlinge aufgebessert. Diese erhöhten nicht nur die Bevölkerungszahl sondern brachten auch außerordentliches handwerkliches Geschick mit.

Kurfürst Friedrich der III., später König von Preußen, brachte der Stadt einen weiteren beträchtlichen Aufschwung und legte unter anderem den Gendarmenmarkt an. Im 17. Jahrhundert begann ebenfalls die Besiedlung der Gebiete Wedding und Moabit. 1721 Entstand mit der Charité die erste zeitgemäße medizinische Ausbildungsstätte mit öffentlichem Krankenhausbetrieb. Die Festungsanlage war mittlerweile nutzlos geworden und wurde durch die Zoll- und Akzisemauer ersetzt, die Deserteure von der Flucht abhalten sollte und zur Erhebung der Akzise, einer Verbrauchssteuer, diente. Durch Eingemeindung einiger Vorstädte vergrößerte sich die Fläche um das doppelte. König Friedrich der II., der später als der „Alte Fritz“ oder auch „der Große“ in die Geschichte eingehen sollte verhalf Berlin zu einer neuen Blüte. Er machte Preußen zur Großmacht und Berlin zur repräsentativen Hauptstadt. Die vielen neuen Gebäude die im Stil des Klassizismus errichtet wurden prägen das Bild des Zentrums bis heute. Die 1758 vom Hofapotheker gegründete Bade- und Trinkkuranstalt nördlich der Stadt bildet den Grundstein für den Ortsteil Gesundbrunnen.

Anfang des 19. Jahrhunderts wurde die Stadt durch die Befestigung der Ausfallstraßen stetig erweitert. 1804 wurde im Norden eine königliche Eisengießerei errichtet, die der Grundstein für die später dort entstehende Maschinenindustrie sein sollte. Technische Innovationen, die Gewerbefreiheit und Bodenreformen bereiteten den Weg für die Industrialisierung, die das Bild Berlins vollständig verändern sollte. Die zunächst noch relativ nah am Zentrum eröffneten Fabriken mussten schon Ende des 19. Jahrhunderts nach weiter außerhalb verlagert werden um der ständig wachsenden Bevölkerung Berlins Platz zu bieten. 1848 ereignete sich Mangels geforderter politischer Reformen auch in Berlin eine Revolution. Die Forderung nach mehr politischer Mitbestimmung der Bürger uferte in blutige Barrikadenkämpfe aus, die allerdings erfolglos blieben.

Nach der Gründung des Deutschen Kaiserreiches im Jahr 1871 wurde Berlin Reichshauptstadt. Die repräsentative Stadtmitte erlebte durch Banken, Handelsgeschäfte, Hotels, Warenhäuser und Botschaften einen waren Aufschwung. Wohlhabende Wohnquartiere wie das Hansaviertel wurden errichtet und verdrängten die kleinen Landhäuser. Ganz im Gegensatz dazu entwickelte sich die Armut im Wedding und in Moabit. Viele wohltätige Einrichtungen versuchten die Missstände in diesen Regionen zu lindern und Obdachlosenvereine und Krankenhäuser wurden errichtet.

Mit Beginn des 20. Jahrhunderts änderte sich jedoch die miserable Wohnsituation durch die Errichtung hochwertiger Wohnanlagen durch Wohngenossenschaften. 1920 wurde die Einheitsgemeinde Groß-Berlin geschaffen bei der 20 Verwaltungsbezirke gebildet wurden. Durch Inflation, Wirtschaftskriese und Massenarbeitslosigkeit gerieten viele Berliner in Not, was den nötigen Nährboden für die Radikalisierung der Linken und Rechten bot, der zu erbitterten Kämpfen führte die viele Todesopfer forderten. Nach der Machtergreifung durch die Nationalsozialisten 1933 war Berlin Mitte der Schauplatz für die propagandistische Selbstdarstellung der Diktatur. Bei der Deportation und der Vernichtung der jüdischen Bevölkerung des Bezirks kamen fast 40000 von ihnen ums Leben. Bei Kriegsende 1945 glich das Stadtzentrum einer Trümmerlandschaft. Die meisten der noch erhaltenen Industrieanlagen wurden von den Besatzungsmächten demontiert.

Nach dem Krieg wurde Berlin zu einer politisch gespaltenen Stadt. Der Westen wurde unter den Alliierten aufgeteilt, während der Osten von der Sowjetunion beansprucht wurde. Diese gründete im historischen Zentrum der Stadt, das nun auf ihrem Gebiet lag die DDR. Daraufhin veränderte sich das Bild der historischen Altstadt nachhaltig. So wurde das beschädigte, aber noch gut erhaltene Schloss 1950 gesprengt und 25 Jahre später der Palast der Republik errichtet.

Nach der Trümmerbeseitigung wurde mit dem Wiederaufbau der Industrie und der Wohngebäude begonnen, welcher 1957 in der Errichtung des neuen Hansaviertels gipfelte. Das einschneidenste Ereignis in der Nachkriegszeit war der Bau der Mauer im Jahr 1961. Sie trennte den Bezirk Mitte auf und bedeutete für viele Geschäfte, wie auch Menschen den Ruin. Die Wirtschaft geriet durch die Abwanderung und die Schließung vieler Unternehmen nach und nach zu Grunde, was den Verlust vieler Arbeitsplätze bedeutete. Im östlichen Teil des Bezirkes wurde währenddessen das repräsentative Zentrum der Hauptstadt der DDR ausgebaut. Vielerorts wurde das Bild der Stadt vollständig umgestaltet. So wurde der Alexanderplatz z.B. um das Vierfache vergrößert.

Nach dem Fall der Mauer musste der alte Bezirk Mitte wieder zusammenwachsen. Dies wurde besonders am Potsdamer Platz sichtbar, der sich von einem verlassenen Flecken zu einem hochmodernen Stadtquartier entwickelt hat. Auch der ehemalige Lehrter (Kopf-) Bahnhof wurde zum Hauptbahnhof umgestaltet, der der größte Kreuzungsbahnhof Europas ist. Durch den Hauptstadtbeschluss vom 20. Juni 1991 wurde Berlin wieder zur Bundeshauptstadt und viele gesamtstaatliche Einrichtungen wurden wieder im Bezirk Mitte angesiedelt. Der Umzug aus Bonn gipfelte 1999 mit dem Umzug des Bundestages in das Sanierte Reichstagsgebäude. Viele Botschaften siedelten sich wieder am Tiergarten an, was das Bild der Stadt wieder einmal nachhaltig veränderte. 2001 wurde dann bei der Gebietsreform der neue Bezirk Berlin Mitte aus den ehemaligen Bezirken Mitte, Wedding und Tiergarten gebildet.

Nicht zuletzt wegen seiner wechselvollen Historie ist der Bezirk Berlin Mitte zu dem pulsierenden Herz der Hauptstadt der Bundesrepublik Deutschland geworden, das es heute ist. All die bekannten Wahrzeichen, die für Berlin stehen sind hier versammelt. Vom Hansaviertel kommend kann an der Straße des 17. Juni entlang durch den großangelegten Tiergarten auf die Siegessäule zu flaniert werden. Daran vorbei geht es geradewegs auf das Brandenburger Tor zu auf dem schon von weitem die Quadriga zu sehen ist. Linker Hand befinden sich dann das Reichstagsgebäude und das Kanzleramt. Schreitet man durch das Tor und über den Pariser Platz gelangt man auf die großangelegte Straße „Unter den Linden“. Hier befinden sich Botschaften, Hotels, Banken, Geschäfte, kulturelle Einrichtungen und vieles mehr. Folgt man der Straße weiter gelangt man über die Schloßbrücke auf die Museumsinsel, die ihrem Namen alle Ehre macht und viel Sehenswertes bietet.

Gegenüber der Schloßbrücke führt eine weitere direkt auf den Alexanderplatz mit dem markanten Berliner Fernsehturm zu. Am Potsdamer Platz, südöstlich vom Park Tiergarten befindet sich das architektonisch eindrucksvolle Sony-Center, gleich in der Nähe vom Holocaust-Mahnmal und dem berühmten Checkpoint Charlie. Der Bezirk ist reich an Museen und vielen anderen kulturellen Einrichtungen, wie zahlreiche Sakralbauten, Theater und etliche Denkmäler. Alleine der Bezirk Mitte ist längst nicht an einem Tag zu entdecken. Ein längerer Urlaub in einer schönen Ferienwohnung Berlin ist daher ideal um zu versuchen alles zu besichtigen.

Informationen und Ferienwohnung im Ortsteil Berlin Mitte


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Foto: pixelio.de

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